Keller, Lager und Museen

Im Sommer ist die Außenluft warm und hat einen hohen Wassergehalt. Durch Undichtigkeiten (z.B. Fensterfugen) stellt sich ein natürlicher Luftwechsel ein, wodurch ständig feuchtwarme Luft in den Keller gelangt. Da Kellerräume üblicherweise kühler sind, kühlt sich auch die eindringende Luft ab.

Die Luft folgt bei Zustandsänderungen bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Eine davon ist, dass sich bei Temperaturänderungen auch die relative Luftfeuchtigkeit ändert. Die trockene Heizungsluft im Winter dürfte jedermann bekannt sein. Die kalte Außenluft hat nur einen geringen Wassergehalt. Sobald sie in beheizte Räume gelangt, wird sie erwärmt, und die relative Feuchte sinkt.

Zu hohe Luftfeuchtigkeit führt zu Korrosion, Schimmel und Verrottung. So entstehen Schäden an Lagergütern oder Kunstgegenständen, die einen enormen kulturellen oder finanziellen Wertverlust bedeuten können.

Um dem entgegenzuwirken, ist die Luftfeuchtigkeit sicher und dauerhaft zu senken. Obwohl eine relative Luftfeuchtigkeit von 50-60% für die meisten Materialien optimal zur Lagerung ist, gibt es Stoffe, für die besondere Vorschriften gelten.

So wird z.B. bei blankem Stahl die Korrosion bei einer Feuchte unter 45% relativer Feuchte vermieden; in einem Weinlager wird auf nur ca. 70% relativer Feuchte entfeuchtet, um Schimmel zu vermeiden und damit sich die Etiketten nicht von den Flaschen lösen. Bei einer geringeren Feuchte würden die Korken austrocknen.

 

 


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